Nach der heißen Sardinien Tour in 2025, hat die Sehnsucht nach dem kühleren Norden gerufen. So sollte es dieses Jahr nach Schottland gehen.
Dies hat sich auch aufgrund des abgeschlossenen ETAs (Reisevisum UK) für die Irland Tour 2025, welches nur zwei Jahre gültig ist, angeboten.
Inhaltsverzeichnis
- Prolog
- 17.05.26 Tag 01
- 18.05.26 Tag 02
- 19.05.26 Tag 03
- 20.05.26 Tag 04
- 21.05.26 Tag 05
- 22.05.26 Tag 06
- 23.05.26 Tag 07
- 24.05.26 Tag 08
- 25.05.26 Tag 09
- 26.06.26 Tag 10
- 27.06.26 Tag 11
- 28.05.26 Tag 12
- 29.05.26 Tag 13
- 30.05.26 Tag 14
- 31.05.26 Tag 15
- 01.06.26 Tag 16
- 02.06.26 Tag 17
- 03.06.16 Tag18
- 04.06.26 Tag 19
- 05.06.26 Tag 20
- Epilog
Prolog
Wie üblich wurden zur Planungsphase vorab Foren auf Reisetips und Erfahrungen konsultiert aber auch Literatur wurde hinzugezogen, wie das Buch “Let’s Ride Schottland” von Erik Peters 1, sowie die Zeitschrift “Ride – No. 17” 2.
Anfang Februar wurde das Ticket für die Überfahrt nach Newcastle bei DFDS gebucht. Die Rückfahrt ließen wir offen um etwas mehr Flexibilität zu haben.
Da es in Nordschottland mit Unterkünften schwierig ist, wenn man nicht vorab buchen will, haben wir uns auch Gedanken machen müssen bezüglich einer Zeltausrüstung. Details dazu finden sich in einem extra Beitrag.
Irgendwann stand dann die Routenplanung. Die Hebrideninsel Lewis war mit eingeplant, ist aber kein Muss. Schließlich sollte auch das Wetter passen, zudem kostet die Hin- und Rückfahrt auch einige Stunden Fährzeit. Alternativ dazu können wir einfach nur an die NC500 im Norden fahren.
Routenplanung Gesamtansicht
Routenplanung Schottland
“Madame 3xschwarz” hat vor der Tour vorab die 20TKM Inspektion und einen neuen Satz Heidenau K60 Scout erhalten.
Am 16.05.26 wurden die letzten Vorbereitungen gemacht: Luft- und Ölstand überprüft, die Routen auf das Navi geladen, die Koffer gerichtet und der Reisebordcomputer genullt.
Es kann losgehen.
17.05.26 Tag 01
Um 07:52Uhr sind wir gestartet und ab auf die A61 Richtung Norden. Es galt Kilometer zu machen um nach Amsterdam/IJmuiden zur Fähre zu gelangen.
Im Hunsrück war es mal wieder ziemlich schattig bei 8°C. Später wurde es dann nach und nach wärmer mit bis zu 14°C. Bei Erftstadt gab es einen Schauer, welcher zum Glück nicht lange ging. Zwischdurch ein wenig Niesel aber sonst trocken. Die Fahrt verlief ruhig und ohne Störungen. Bei Venlo war aufgrund einer Baustelle an diesem Sonntag die Autobahn gesperrt, diesen Bereich haben wir großzügig umfahren
Pausenstopp.
Gegen 15:30Uhr erreichten wir das Hafengebiet von IJmuiden. Das Einchecken Bei DFDS verlief problemlos und total entspannt – nicht so wie letztes Jahr bei Moby. Die Spanngurte waren wieder neuwertig und wir konnten die Q in Ruhe anspannen. Dadurch, dass wir die Fähre letztes Jahr ebenfalls genutzt haben, hat sich doch tatsächlich so etwas wie Routine eingestellt 🙂 Im Anschluss haben wir die Kabine bezogen.
Danach ging es erstmal auf Deck12 ein lecker “Siegerbier” genießen und relaxen. So kann der Urlaub beginnen.
Pünktlich um 17:30Uhr legte die DFDS King Seaways ab und startete in Richtung Newcastle,
Bohrinsel in der Nordsee.
Zurückgelegte Strecke: 505km
18.05.26 Tag 02
Die Überfahrt verlief problemlos, die Nordsee war ruhig. Wir haben super geschlafen. Das Reisen auf den DFDS Fähren ist wirklich eine entspannte Angelegenheit und so begann der Morgen gemütlich. Bruzzelkaffee gemacht und an Deck in der Morgensonne getrunken.
Die englische Küste in Sicht.
Hafen von Newcastle, Zeit unter Deck zu gehen Richtung Motorrad.
Das Offboarding ging entspannt von dannen, nachdem die Fähre pünktlich um 09:45 Uhr Ortszeit angelegt hatte.
Einzig die Grenzkontrolle dauerte ziemlich lange. Weshalb auch immer, die Grenzer nahmen es ziemlich genau. Die Zeit nutzte ich, im Boardcomputer von „Kilometer“ auf „Meilen“ umzustellen. Das macht es einfacher die erlaubte Geschwindigkeiten einzuhalten.
Die Schlange der Motorradreisenden war lang aber nach dem Hafengebiet zerstreute sich das alles.
Dann ging es endlich los – noch bei Sonnenschein. Die A68 hoch Richtung Edinburgh. Tolle Straße, tolle Landschaft, schön hügelig zum Eincruisen – hat ein wenig was von einer kleinen Achterbahn.
Berühmter Fotostopp: das letzte Cafe in England unweit der Grenze England – Schottland.
Leider kam alsbald auch der Regen. Zum Glück trieb der Wind diesen meist vor uns her.
So hat uns Schottland landestypisch bei Nässe begrüßt.
Die Zukleberei aller Schilder durch Reisende ist wirklich die Pest.
Der Dudelsack Spieler, der seit über 20 Jahren immer wieder am Grenzstein steht, war ebenfalls da und hat ein „Willkommenslied“ gespielt.
Danach ging es nach Jedburgh, dort haben wir ein Dampferpäuschen gemacht.
Eine große Rotbuche diente während unser Mittagsvesperpause als Unterstand, da es leicht regnete.
Anschließend wollten wir die Rosslyn Chapel (Filmkulisse Sakrileg) besuchen, aber da ist gerade ein Reisebus voller Menschen ausgestiegen ist, verzichteten wir und sind weiter.
Kleine Anekdote: Da ich mich in meiner Freizeithose vergriffen habe und diese ist, warum auch immer, über den Jahreswechsel zu klein geworden ist 🙄 , sind wir noch schnell in den Decathlon bei Edinburgh Ersatz kaufen. Zum Glück lag dieser außerhalb von Edinburgh an der Nähe des Autorings um Edinburgh auf dem Weg. Das war die Chance.
Nach diesem Zwischenstopp ging es weiter, um bei South Queensferry die Forth Bridge zu bewundern.
Gegen Ende des Tages sind wir noch zum Stirling Castle gefahren. Von dort gibt es eine tolle Aussicht über die Gegend, auch hinüber zum Wallace Monument.
Letzter POI des Tages: das Wallace Monument. Ein beeindruckender Turm.
In Inglewood haben wir uns einen Camping Pod gebucht (G-Maps). Dieser stand toll unter Bäumen und war sehr gemütlich. Alles richtig gemacht, am späten Abend kam Regen auf.
Zurückgelegte Strecke: 278km
19.05.26 Tag 03
Die letzte Nacht hat es heftig durchgeregnet. Gut, dank Ohropax habe ich nix mitbekommen Und auch am Morgen noch immer starker Bindfadenregen. So ließen wir es gemütlich angehen.
Gegen 10:00 Uhr ließ der Regen nach und wir machten uns auf die Tour.
Zuerst zu einem Optiker in Alloa, da eine Schraube am Bügel meiner Sonnenbrille verloren gegangen ist. Die Optikerin war super nett und hilfsbereit. Danach noch tanken und etwas für unterwegs zum Essen einkaufen.
Über kleine Landstraßen ging es Richtung Perth. Der Ginster blüht allerorts in kräftigen Gelb.
Perth selbst haben wir auf der A9 umfahren, um danach Richtung A93, der bekannten Old Military Road, durch den Cairngorms Nationalpark zu fahren.
Wow, was für eine mega Landschaft. Hinter jeder Kuppe und hinter jeder Kurve hat sich ein neues Panorama aufgetan.
Aussichtspunkt Devil’s Elbow
Hoch auf den Cairnwell Pass, welcher im Winter auch Ski Gebiet ist und weiter nach Braemer. Kurzer Fotostopp am Braemer Castle.
Die Straßen wurden sehr einsam => wunderbar, genau unser Ding!
All die bräunliche Vegetation ist Heide, welche im August/September sicherlich ein optisches Highlight ist, wenn diese lilafarben blüht.
Immer wieder Weiden mit Mutterschafen und ihren Lämmern. Diese sind meist recht neugierig wenn man anhält. Bis man dann wieder die Q anwirft, da wird Fersengeld gegeben.
Leider hingen die Wolken sehr tief. Zum Glück blieb es dennoch weitestgehend trocken.
Old Bridge of Dye überquert. Naja, zumindest für das Bild drauf gefahren, nebenan steht eine neue Brücke über welche der Verkehr geführt wird.
Weiter Richtung Küste, zum kleinen Fischerdorf Johnshaven gerollt. Plötzlich zog Nebel auf. Auf mancher Bergkuppe war die Sicht keine 20m.
Richtung Küste stand der Raps in voller Blüte! Ende Mai und Raps, da musste natürlich ein Bild gemacht werden, viele Grüße ans GS-Forum 😉
Johnshaven in Sicht. Das Meer ist ziemlich aufgewühlt.
Kaum im The Anchor Hotel (G-Maps) eingecheckt kam auch wieder der Regen. Zu allem Überfluss hatte das Restaurant geschlossen, d.h. kalte Küche aus dem Mini-Store nebenan. Der Wirt war ziemlich nett, haben im Pub noch zwei Guinness getrunken und ein paar nette Unterhaltungen mit einheimischen Gästen gehabt.
Statt Tauben sitzen hier Möwen auf den Dächern und Kaminen.
Zurückgelegte Strecke: 264km
20.05.26 Tag 04
Der Tag startete super freundlich, kein Vergleich zum Gestrigen. Erste Station war heute eine Bucht, südlich von Stonehaven, an welcher Seevögel aller Art brüten: Crawton, RSPB Scotland Fowlsheugh. Dort hatten wir die Hoffnung mal Papageientaucher in Natura zu sehen – diese waren leider auf See zur Futtersuche. Wir sind den Pfad der Küste entlang gewandert. Immer wieder gab es tolle Blicke auf die Seevögel, welche in den steilen Klippen ihren Brutplatz bezogen haben.
So konnten u.a. Trottellummen,
Tordalken
und Silbermöwen in großer Zahl bewundert werden.
Was für ein Spektakel. Gut, der Geruch des Guano, welcher die Klippen hoch strömte, ist jetzt auch nicht gerade lecker, aber zum Glück kann man Bilder nicht riechen.
Das ein und andere Kaninchen auf der Wiese nebenan war ebenfalls unterwegs.
Weiter ging es zum Dunnottar Castle. Nach der Wanderung bei den Vögeln sind wir jetzt nicht hingelaufen. Es gab auch noch ein wenig Strecke zu fahren.
Es ging zurück in den Cairngorms Nationalpark über einsame Straßen nach Dufftown, wo so manche bekannte Whiskey Destillerie ihren Sitz hat.
Aussichtspunkt Corgarff
Corgarff Castle
In Dufftown haben wir kurz bei Glenfiddich Distillery vorbeigeschaut. Führungen gab es an diesem Tag keine, da Privatveranstaltung. Egal, weiter gehts, Whiskey ist eh nicht so unser Ding.
Ein paar Meilen weiter, bei Craigellachie, hat die Firma Speyside Cooperage ihren Sitz. Diese stellen die Whiskeyfässer für die Destillerien her. Dort haben wir die riesigen Whiskeyfässer Pyramiden bewundert.
Von dort ging es weiter durch die landwirtschaftlich geprägte, dünn besiedelte Gegend, Richtung Fraserburgh. Wenig Verkehr auf den Straßen, einfach nur fahren und Landschaft genießen.
Schöner Platz für die Mittagspause.
Auf dem Weg zur Küste.
Zum Abschluss besuchten wir die Dörfchen Pennan
und Crovie, welche unterhalb der Steilküste direkt am Meer liegen.
Das Wetter war bis auf einen Schauer super schön.
Unterkunft haben wir in Portsoy, im Station Hotel (G-Maps) gefunden. Das war so lala, im Nachgang wären wir besser auf nen Zeltplatz gegangen. Um so besser konnten wir im örtlichen „Aspire Restaurant“ zu Abend essen.
Danach noch ein Spaziergang durch den örtlichen Park und den tollen Tag ausklingen lassen.
Zurückgelegte Strecke: 289km
21.05.26 Tag 05
Jetzt wird es spannend: wir nähern uns den Highlands, und es gibt keine freien Unterkünfte, wenn nur zu utopischen Summen. Um die >200€/Nacht wollen wir dann doch nicht ausgeben. Aber dafür haben wir das Zelt dabei.
Blick aus dem Zimmer zum Moped: sieht gut aus 😎
Losgefahren durch Cullen, am Old Market Cross vorbei. Es regnete leicht für eine Stunde und anschließend klarte es auf.
Es ging wieder Richtung Cairngorms Nationalpark. Bei Carron an der Dalmunach Destillerie gehalten und ein Päuschen gemacht. Anschließend sind wir der B9102 gefolgt.
Die parallel zur A95 verlaufende B9102 ist ein Single Track, wie man es sich als Motorradreisender wünscht. Verschlungener Weg mit fast 0 Verkehr.
Black Bull 😎
Nächster kurzer Stopp an der Cardhu Destillerie. Wer Whiskey mag, kommt hier überall auf seine Kosten (aber nicht voran ^^).
Bei Grantown-on-Spey ging es wieder auf eine Military Road, der wir ein Stück weit folgten, um dann zum Lochindorb abzubiegen.
Am Lochindorb wehte eine steife Brise.
Der Gelbbindige Zangenbock fand die Q super, mehrere Exemplare haben sich bei einer Pause niedergelassen und konnten nur schwer dazu bewegt werden, sich vom Acker zu machen.
Die B9007 Richtung A9 führt durch herrliche Landschaften.
Inverness, die Hauptstadt der Highlands,haben wir auf der A9 umfahren und sind über die Kessock Bridge tiefer in die Highlands vorgestossen.
Mittels der Cromarty Bridge haben wir die gleichnamige Bucht gequert.
Um dann auf der B9176 den ersten Eindruck der Highlands zu erhaschen: Aussichtspunkt Struie Road
Kurz bei Schloss Dunrobin vorbeigeschaut.
Im Anschluss ging es Richtung Liarg, wo die Route von diesem Tag enden sollte. Tolle Straßen und beeindruckende Landschaften.
Und jetzt Premiere: In Ermangelung einer Unterkunft haben wir uns heute getraut, einen Zeltplatz aufzusuchen: Pondside Camping & Accommodation (G-Maps)
Der Platz ist nicht schlecht, Sanitärtechnik, naja, Holzverschläge mit Duschen und Toiletten, dafür jeweils 4 und sauber. War dennoch eine kühle Angelegenheit beim Duschen. Zudem gab es einen überdachten Trockenplatz. Preis 16.-£.
Innerhalb von 20 Minuten war alles aufgebaut und bezogen. Hoffentlich bekommen wir auch alles wieder am nächsten Tag so ordentlich gepackt.
Duschhäuschen.
Zum Abendessen gab es Fish & Chips neben dem SPAR in Liarg. Dort haben wir uns nett mit 2 EN Motorradfahrern unterhalten, die ebenfalls mit der GSA unterwegs sind. War eine lustige Runde. Bei dem einen war der Heidenau hinten komplett runter, für ihn kein Grund die Tour abzubrechen und der beste Reifen 😀 .
Zurückgelegte Strecke: 322km
22.05.26 Tag 06
Die erste Nacht im Zelt auf der Motorradtour haben wir sehr gut verbracht. Laut meiner Frau hat es die ganze Nacht geregnet – ich habe mal wieder nix mitbekommen. Nasses Zelt abbauen ist natürlich uncool. Bis wir fertig waren mit Kaffee und Hygiene etc. war das Zelt zum Glück getrocknet. Schäfchen nebenan waren schon am grasen.
Heute ging es quer durch die Highlands bis an die Nordküste über die A836. Die Landschaft ist wunderbar und die Single Tracks lassen sich super “surfen”.
Leider gibt’s auch hier und da hässliche Windmühlen 🙄 . Schade um die schöne Landschaft.
Auf dem Weg haben wir einen Radfahrer von Zeltplatz getroffen. Dieser machte gerade eine Pause. Kurz Hallo gesagt und etwas ins Gespräch gekommen. Er ist aus Hong Kong, nach UK geflogen, ein Rad gekauft und macht jetzt eine Schottlandtour. Danach lässt er das Rad bei seiner Schwester in England und fliegt nachhause. Krasse Aktion von ihm. Ein netter Mensch. Natürlich musste für ihn ein Selfie gemacht werden. Jetzt sind wir bei ihm im Fotoalbum ^^
Weiter ging es noch mit einem Schlenker durch die Highlands über die B871, A897 und A836 (NC500) bis zum nördlichsten Punkt des schottischen Festlands: Dunnet Head.
Immer wieder mussten wir anhalten und die Landschaft wirken lassen.
Der Weg nach Dunnet Head war dann wieder etwas gerader und gut ausgebaut, so konnten wir die Q gut rollen lassen.
Kernkraftwerk Dounreay – die haben immer Strom – zu jeder Sekunde und nicht wenn dann mal Sonne scheint oder Wind weht.
In Thurso haben wir noch ein Eis gegessen. Die zwei Kollegen hätten wohl gerne etwas davon abgehabt.
Dann ist das Ziel erreicht: Dunnet Head
Nicht weit weg vom nördlichsten Punkt Schottland haben wir einem kleinen Platz Campingplatz gefunden, mitten im Gäu: Little Croft Highlands – Campsite & Airigh (G-Maps)
Klein aber fein, leider nur eine Dusche und 2 Toiletten. Hier sollte man früh aufstehen. Viel los war zum Glück nicht. Preislich auch voll in Ordnung mit 20.-£
Es gab noch allerhand Getier: Ziegen, Hühner, Schweine und ein paar Puter.
Das war ein toller Fahrtag mit viel Landschaft zum genießen.
Zurückgelegte Strecke: 220km
23.05.26 Tag 07
Heute von Osten Richtung Westen ein Stück die NC500 gefahren. Die Landschaft war ab Bettyhill richtig genial, schon ein wenig “Norwegen light”. Durch die Wolken gab es dramatische Lichtstimmungen und es wehte ein starker Wind.
Tolle Aussicht
Tongue Causeway
Aussichtspunkt Loch Eriboll 01
Aussichtspunkt Loch Eriboll 02
Strand bei Durness
Balnakeil Church
Noch mehr beeindruckende Landschaften.
Geologischer Infopunkt – hier soll laut Infotafel mit das älteste Gestein Westeuropas zu sehen sein.
Loch Laxford Aussicht
An der Laxford Bridge sind wir weiter der A383 gefolgt an Loch Stack, Allt Ceann Locha bis zum Loch Shin.
Dramatische Lichtstimmung.
Über Loch Shin war ein Loch in der Wolkendecke.
Kurz vor Liarg sind wir auf einen anderen Zeltplatz eingekehrt: Woodend Caravan & Camping Park (G-Maps). Großer Platz, tolle Sanitäranlage, schöne Aussicht aber keine Steckdosen zum Laden. Kosten lagen bei 23£.
Auf dem Platz haben wir aufgrund des starken Winds im Windschatten einer Halle unser Zelt aufgebaut. Ein älteres Paar, aus Irland, ebenfalls. Diese waren mit einer Goldwing unterwegs, welche wie eine CanAm umgebaut war, sprich, vorne zwei Räder. Haben uns mit ihnen noch gut unterhalten.
In Liarg waren wir im Restaurant “The Pier” noch gut essen und den eindrucksvollen Fahrtag ausklingen lassen.
Zurückgelegte Strecke: 258km
24.05.26 Tag 08
Der Morgen startete bewölkt und mit etwas Niesel. Zudem ist es Sonntag und am Montag ist Bank-Holiday in Großbritannien, es ist nun interessant zu sehen ob alles überlaufen wird aufgrund des langen Wochenendes in UK.
Im Trockenen ging die Tour los, doch dann kam Regen auf. In der Hoffnung, dass dieser nach 1h erledigt ist, sind wir weitergefahren. Leider blieb der Regen und dieser wurde immer stärker.
Es ging über die A839, A837 in Richtung Kylesku.
Die Regenwand nähert sich.
Highlands bei Regen.
Ardvreck Castle, mystische Atmosphäre.
Zwischendurch auch mal etwas weniger Regen.
Highland Rinder bei Scourie.
Zurück zur Kylesku Bridge.
Dort bogen wir auf die B869 ab, ein toller Single Track.
Aussicht bei Drumbeg – weniger prickelnd bei strömenden Regen.
Während in Deutschland geschwitzt wurde, sind wir an diesem Tag in Schottland quasi ertrunken. Nach 4h Fahrt im Dauerregens bei 12°C haben wir die lokale Wetterapp “Met Office” konsultiert: starker Regen den ganzen heutigen und morgen Tag an der Nordwestseite Schottlands inkl. Skye. Da dies zu den schönsten Landschaften auf der Tour liegt, haben wir beschlossen abzubrechen und 114km in Richtung Inverness zu fahren: da ist es laut App sonnig und trocken.
Also quer durch die Highlands runter nach Evanton. Kaum die Highlands hinter uns gelassen, wurde es auch schon freundlicher.
Hotel Novar Arms (G-Maps) in Evanton gebucht. Dort haben wir auch die Wäsche gewaschen, es wurde eh Zeit dafür.
Geiles Essen: Burger mit Highland Rind Patty, Black Pudding und White Pudding
Kurze Neuplanung: Bummeltour am nächsten Tag und am Dienstag fahren wir wieder hoch und setzen bei Newton Richtung Drumbeg, Ullapool wieder an der geplanten Tour an. Gut die Hebrideninsel Lewis fällt daher aus zeitlichen Gründen flach, war eh zu optimistisch geplant. Zudem zeigte die Q seit gestern immer mal wieder eine Fehlermeldung: „Fehler in Motorsteuerung“ 😯 ; da will ich im Falle eines Ausfalles nicht noch auf ner Insel sitzen, wo keiner so schnell hinkommt. Motor läuft aber normal, daher werden wir weiterfahren.
Zurückgelegte Strecke: 257km
25.05.26 Tag 09
Gut geschlafen, Wäsche trocken. So eine Hotelübernachtung ist echt krasser Kontrast zum Zelten. Lustigerweise haben wir im Zelt irgendwie besser geschlafen 🙂
Erst mal ordentlich Frühstücken.
Heute sollte um die Bucht Cromarty Firth eine Bummeltour gemacht werden.
Bohrinsel welche vermutlich gewartet wird.
Kleiner Ort Portmahomack
Im Anschluss ging es zum Leuchtturm Tarbat Ness Lighthouse. Da hatte tatsächlich mal die Sonne bei 21°C gebrutzelt. Für die Schotten ist das heute schon eine Hitzewelle 😀
Ein toller Ort, dessen Besuch sich lohnt.
Dann kamen wieder Wolken und die Temperatur ging auf 18°C Retour. In Balintore besuchten wir die Northern Mermaid. Die schaute nicht gerade glücklich aus der Wäsche.
Mit einer Minifähre setzten wir von Nigg nach Cromarty über. Da passten lediglich zwei Autos und meine Q drauf. Auf der anderen Seite mussten die PKW rückwärts von der Fähre fahren. Spannend.
Leuchtturm von Cromarty.
Bei einem Vogelbeobachtungshäuschen, RSPB Udale Bay, etwas „gebirdet“: Kanadagänse, Brandgans, Kiebitz und diverse Möwen gesehen.
Danach ging es zurück nach Evanton über die Cromarty Bridge.
War eine nette, entspannte Runde. Die Q hatte an diesem Tag kein einziges Mal dumm gezuckt, wahrscheinlich war es ihr gestern einfach zu nass?
Den Abend ließen wir bei einem leckeren Essen und Guinness ausklingen.
Später erfuhren wir, dass es bei Fortrose (G-Maps) möglich ist, bei einsetzender Flut, Delfine zu sehen. Schade, dass wäre sicherlich toll gewesen.
Zurückgelegte Strecke: 113km
26.06.26 Tag 10
Wecker klingelt, Bruzzelkaffee ziehen, Sachen packen, los geht’s. Um 8:45 die Q gestartet und zurück in den Norden über die A837. Bei Newton bogen wir wieder links auf die B869 über Drumbeg, wo wir zwei Tage zuvor abgebrochen hatten. War eine gute Entscheidung. Ohne Regen sieht man so viel mehr 😀
B869 in Sicht.
Miniatur Norwegen.
Die Aussicht bei Drumbeg war nun auch besser als zwei Tage zuvor.
Die Landschaft zog uns total in ihren Bann. Es war schwierig nicht hinter jeder Kurve anzuhalten und ein Bild nach dem anderen zu machen. Gut, halt hinter jeder dritten Kurve 😉
Aussicht Assynt Crofters Trust Strone
Bei Badnagyle bogen wir auf eine Ringstraße Richtung Altandhu ab. Auch hier gigantische Aussichten und auch freilaufende Schäfchen.
Bei Drumrunie ging es auf die A835 Richtung Ullapool ab. Die Landschaft in Assynt ist einfach wunderbar. Im Hintergrund sind die markanten Berge Stac Pollaidh, Cul Mor und Cul Beag zu sehen.
Schließlich erreichten wir Ullapool. Hier machten wir eine kleine Pause und genossen die Aussicht.
Braemore Aussichtspunkt an der A832 mit Blick zum Loch Broom
Aussichtspunkt An Teallach – es war einfach nur genial, dass Wetter hat aufgeklart und mit 16°C wunderbar angenehm zu fahren.
Aussichtspunkt Inverewe
Aussichtspunkt Loch Maree
Landschaftlich war heute die bisher schönste Strecke, ein wenig wie in Südnorwegen, nur nicht ganz so hoch.
Bei Gairloch schlugen wir unser Zelt auf dem Platz Sands Caravan & Camping (G-Maps) auf. Für unseren Geschmack schon fast zu groß. Da geht etwas der familiäre Flair verloren. Aber sehr schön, hinter Sanddünen gelegen. Kosten 28£. Auch hier würde Strom extra kosten, gut eine Powerbank dabei zu haben.
Lustigerweise trafen wir zwei verschiedene Paare hier wieder, die wir schon auf anderen Plätzen gesehen haben, u.a. das ältere Paar mit der umgebauten Goldwing.
Im „The Barn Cafe“ auf dem Platz gab es Essen und aus irgendwelchen Gründen wurde ich von dem Chef zur Bierprobe eingeladen. Das haben wir uns natürlich schmecken lassen.
Zum Abschluss dieses beeindruckenden Tages gingen wir über die Dünen hinunter zum Strand und genossen dort den fantastischen Sonnenuntergang.
Zurückgelegte Strecke: 308km
27.06.26 Tag 11
Der Tag sah am Morgen schon vielversprechend auf: blauer Himmel und Sonnenschein.
Nachdem wir zusammengepackt hatten, ging es weiter auf der A832 am Loch Maree vorbei. Bei Kinlochewe bogen wir ab auf die A896.
Am Upper Loch Torridon, ging es in eine Einbahnstraße zum Aussichtspunkt Bealach na Gaoithe.
Kurz vor dem Aussichtspunkt legte der Single Track eine ganz schöne Steigung hin, so dass das Vorderrad sogar etwas leicht wurde.
Die Aussicht von dort war einfach nur fantastisch!
Anschließend ging es zurück zur A896,
um dann kurz nach Shieldaig auf den Single Track zum Applecross Pass abzubiegen.
Die Landschaft war wieder atemberaubend schön.
An diesem wundervollen Panorama machten wir unsere Mittagspause.
Ein Gruppe Rehe am Strand sieht man auch nicht alle Tage.
Und dann stieg der Single Track langsam an hinauf zum Applecross Pass.
Rückwärtsgewandter Ausblick.
Angekommen auf dem Applecross Pass. Dieser hat eine Höhe von 626m und ist der höchste befahrbare Pass in Schottland 😆 .
Aussichtspunkt Bealach na Bà, Abfahrt zur A896.
Beeindruckende Naturkulisse.
Sonderlich herausfordernd ist dieser Pass nicht, höchstens für so manchen touristischen PKW oder Wohnmobilfahrer, welcher so etwas noch nie gefahren ist.
Bei Strathcarron ging es weiter auf die A890 am Loch Carron vorbei.
Bei Auchtertyre bogen wir auf die A87 in Richtung Isle of Skye ab. Kurz darauf erschien die Skye Bridge am Horizont.
Der Verkehr nahm schlagartig zu. Es hatte den Eindruck, als würden sich alle Touristen auf der Isle of Skye herumtreiben.
In Harrapool machten wir ein kleine Päuschen mit herrlichem Ausblick.
Bei Sligachan gab es ebenfalls einen POI bzgl. einer alten Brücke aber da war übelster Kirmes. Also weiter und abgebogen auf die A863.
Aussichtspunkt Gesto Bay.
Bei Kilmuir suchten wir einen Zeltplatz auf, den Kinloch Campsite (G-Maps), bisher teuerster Platz mit 32£, noch nicht mal Steckdosen im Wasch- bzw. Spülraum. Strom kostet extra: 8£. Sanitäranlage waren OK, da hier jedoch viel los war, waren es zur Stoßzeit dennoch zu wenig Duschen und Toiletten bei so vielen Menschen.
An diesem Tag wurde es erstmals wärmer mit 22°C. Für unser Zelt haben wir ein ruhiges Eckchen gefunden.
Zum kaputtlachen: die Harleyfahrer haben ihre Kisten tatsächlich für die Nacht eingepackt. 😈
Wir lernten noch ein nettes Päarchen kennen; er Italiener, sie Tschechin und haben einen lustigen Abend verbracht.
Später kamen erstmals brutal viel Midges auf – ohne das Smidge Spray keine Chance auf überleben. Hinweis: das Smidge Spray gibt es in jeder Apotheke zu kaufen.
Zurückgelegte Strecke: 276km
28.05.26 Tag 12
Der Morgen begann wieder super schön. Nach dem üblichen Bruzzelkaffee packten wir unsere Sachen und es ging los. Die Harleyfahrer packten ebenfalls ihren Kram zusammen. Nach einem Smalltalk meinten sie, sie fahren jetzt nachhause, da Regen aufkommen soll. Innerlich machte mich etwas lustig darüber. Aber gut, da hatten wir noch gut zu lachen.
Die A850 folgten wir weiter bis Borve um da auf die A87 Richtung Norden abzubiegen. Wunderschöne Aussicht bei Uig.
Am Straßenrand blühten herrlich die Hasenglöckchen und machten lilafarbene Teppiche.
Die A855 verließen wir kurz darauf und fuhren den tollen Single Track Quiraing Road, welcher im Osten mit einem tollen Fotospot aufwarten sollte. Diese Idee hatten natürlich ganz viel andere auch und so war es ein richtiges Geknubbele und wir mussten viel Geduld aufbringen, bis die Vierrädrigen sich an den Ausweichbuchten sortiert hatten.
Diese kleinen Lämmer sind total goldig mit ihren schwarzen Gesichter und kleinen Hörnchen.
Bombastischer Ausblick am Quiaraing Aussichtspunkt. Schnell Bilder machen und gleich weiter, da hier alles überlaufen war.
Wir folgten danach der A855 noch ein Stück in den Norden bis zur berühmten Shuliste Phone Box und Duntulm Castle.
Dann kehrten wir um und fuhren die A855 südwärts.
Tolle Felsformation am An Corran Beach.
Kilt Rock Wasserfall.
Blick Richtung Applecross.
Aussicht zur Felsnadel Old Man of Storr.
Loch Fada und der Old Man Storr im Hintergrund.
In Portree wimmelte es nur so von Touristen, so dass wir uns mit einer Durchfahrt begnügten.
Kurz nach Ashaig verließen wir die A87 und bogen auf einen Single Track ab, welcher uns nach Kylerhea führen sollte. Hier war es wieder herrlich ruhig. Kein Verkehr, einfach niemand da.
Geniale Aussicht auf die Bucht Kyle Rhea.
Die Bucht überquerten wir mit der Sky Turntable Ferry. Super spannende Angelegenheit.
Kurz vor Loch Dulch überquerten wir den Ratagan Pass. Tolle, kurvige Straße zum fahren. 
Bei Shiel Bridge ging es wieder auf die A87 zum berühmten Eilean Donan Castle, welches u.a. als Filmkulisse für den Film „Der Highlander“ diente.
Danach ging es auf die A890, A832, A835 welche uns ziemlich gerade bis nach Dingwall führte. Hier konnte man es mit Tempomat gut laufen lassen.
Auf dem Dingwall Camping and Caravaning Club Site (G-Maps) bauten wir unser Zelt auf. Das war mit Abstand der teuerste Platz mit 42£. Die Sanitäranlagen waren dafür die Besten bisher.
Nach 10 Minuten Fußmarsch war man im Ort und dort haben wir im The Mallard noch lecker gegessen und ein paar Guinness getrunken.
Was ein genialer Fahrtag, es wurde auch richtig warm mit bis zu 28°C 💡 .
Zurückgelegte Strecke: 321km
29.05.26 Tag 13
Mit großer Euphorie starteten wir in den Tag. Bei noch freundlichem Wetter packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Durch Inverness fuhren wir auf die B862 um Loch Ness auf der südlichen Seite zu umfahren.
Der Anfang von Loch Ness konnten wir noch im Trockenen betrachten, aber man sieht den Regen kommen. Es kam starker Wind auf und peitschte den Regen ins Land. Nur noch 12°C, nasskalt. So blieb es dann auch den restlichen Tag 🙁 .
Im Hintergrund deutete sich schon das Ungemach an.
Alpakas am chillen.
Ausblick auf Loch Ness. Selbst Nessi war es heute zu ungemütlich an der Oberfläche und daher nicht zu sehen.
Die B862 ging irgendwann über in die B852. Der Regen blieb leider.
In Fort Augustus die Caledonian Canal Treppenschleuse besucht.
Von Fort Augustus aus ging es auf der A82 weiter und bei Banavie Caol bogen wir auf die A830 ab. Am Glenfinnan Viaduct wollten wir anhalten aber der Regen war ziemlich stark und so konnten wir nix sehen und sind daher weiter.
Irgendwo unterwegs fanden wir große Bäume und machten ein kleines Vesper neben einem zugemoosten Boot.
Aussichtspunkt The Prince’s Cairn.
Loch nan Uamh Viaduct
Danach ging es die A861 in Richtung Salen. Von dort folgten wir der B8007 bis nach Kilchoan über einen ewig langen Single Track. Bei besserem Wetter muss diese Strecke der Hammer sein.
Zum Glück konnten wir noch ein Zimmer zu einem abnehmbaren Preis im einzigen Hotel vor Ort, dem Kilchoan House Hotel (G-Maps), ergattern und uns aufwärmen. Trotz der guten Kleidung kühlt man bei Wind und Regen doch innerlich aus.
Vielleicht hatten die Harleyfahrer doch recht nachhause zu fahren? Wobei die Wetterapp orakelte, dass es nur zwei Tage Regen sein sollten und es danach wieder besser werden würde. Wir werden sehen.
Leider habe ich es irgendwie verpasst zu tanken, so ist meine Q schon auf Reserve. Eine Tankstelle konnte ich in der Nähe über G-Maps nicht finden. Die nächste liegt auf der Isle of Mull in Tobermory. Noch am Abend schnell ein Ticket für den nächsten Tag bei CalMac für die Überfahrt gebucht, in der Hoffnung, dass nicht zu starker Wind ist, denn dann nehmen sie keine Motorradfahrer mit.
Zurückgelegte Strecke: 242km
30.05.26 Tag 14
Am Morgen war es noch trocken. Die Fährfahrt zur Isle of Mull verlief ruhig und war in ca. 30Minuten erledigt.
Ich mag den Anblick der Q aus der Vogelperspektive 😎
Isle of Mull in Sicht.
Leuchtturm von Isle of Mull.
In Tobermory haben wir erst mal den Tank gefüllt und für das Vesper eingekauft.
Leider kann aktuell nur ein Teil der Insel befahren werden, da die B8035 gesperrt ist aufgrund von Steinschlag. Sehr schade. So ging es nur über die B8073 für ein kleines Ründchen.
Nach einer Weile kam der Regen wieder 😥
Ein netter Wasserfall.
Ein Highlight waren die Wracks bei Salen.

Beim Warten auf die Fähre zurück zum Festland wurde der Regen richtig heftig.
Ab Lochaline folgten wir der A884, A861 bis Clovullin. Dort setzten wir über nach Corran. Aufgrund des heftigen Regens machte die Weiterfahrt keinen Sinn mehr. Bei Corran haben wir eine Cabin (G-Maps) gefunden zum Aufwärmen und Trocknen.
Inchree Mountain Cabins
Zu allem Pech ist meine Stadler im Schritt undicht und es wird ziemlich feucht und kühl… 😥
Hoffentlich wird das Wetter wieder besser.
Zurückgelegte Strecke: 131km
31.05.26 Tag 15
Heute ging es von Corran um den Loch Leven durch den Glencoe. Der Regen kam direkt beim Losfahren, dass ist sehr schade.
Bei den Three Sisters hat der Regen kurz Pause gemacht. Im Anschluss hat es wieder durchgeregnet bis ca. 13:00 Uhr bei 13°C, danach war es wechselhaft.
Three Sisters
Wir wagten die Fahrt ins Glen Etive Tal, dass war keine gute Idee, dort hingen die Regenwolken richtig in den Bergen fest.
Aussichtspunkt Loch Ba
Oban umfuhren wir auf einem tollen Single Track. Dort gab es jede Menge Tiere zu sehen die dort frei herumgelaufen sind. Fast wie eine Safari 🙂
Danach ein Abstecher zur Clachan Bridge.
Die Clachan Bridge wird auch „Bridge over the Atlantic“ genannt, da unter dieser kleinen Brücke tatsächlich der Atlantik strömt – Hammer.
Auf dem Weg nach Tarbert lag eine super kurvige Küstenstraße (A83), hier war ein schöner Kurvenswing angesagt. Dabei wurde es sogar richtig freundlich mit 17°C – das hätte ruhig schon ab dem Morgen sein können.
Bei Tarbert einen Glamping Pod auf dem Tarbert Holiday Park (G-Maps) gebucht.
Leider am Abend Midges Alarm ohne Ende; ohne Smidge würde das nicht gehen. Dennoch war es kaum möglich sich draußen aufzuhalten, da man die Viecher fast inhalierte.
Zurückgelegte Strecke: 249km
01.06.26 Tag 16
Heute war es richtig mies. Erst die Midges direkt am Morgen, so viele, dass es unmöglich ist, draußen die Natur zu genießen und nen Kaffee zu trinken. Nach dem losfahren direkt übelster Regen und Nebel. Isle of Arran haben wir daher ausgelassen, dass machte einfach keinen Sinn. Wir sind daher am Loch Fyne zum Loch Long (A814) und von dort zum Loch Lomond.
Loch Fyne
Loch Lomond
Von dort ging es über die A82, A85, zur Balquhidder Parish Church.
Loch Lubnaig
Bei Kilmahog bogen wir auf die A821 ab um den Duke’s Pass nach Aberfoyle zu fahren. Um 14:00 ließ der Regen endlich allmählich nach. Das prognostizierte gute Wetter verschiebt sich immer von Tag zu Tag 🙁 So macht es nicht viel Freude, da wir nix sehen. Immerhin waren es 15°C.
Unterkunft fanden wir im Hotel Rob Roy (G-Maps). Später kamen noch 3 Busse mit Senioren, welche eine Busreise machten. Diese wurden in einem getrennten Saal versorgt. Die älteren Damen und Herren sind aber sehr nett und so manch einer schwärmte von seiner Mopedzeit. Die schwarze Q fanden sie beeindruckend.
Zurückgelegte Strecke: 258km
02.06.26 Tag 17
Heute verließen wir die Highlands. Kaum raus schien die Sonne und es wurden bis zu 20°C – schon fies.
Wir fuhren nach Falkirk und besichtigten das Schiffshebewerk. Sehr beeindruckend.
Danach ging es ein paar Meilen weiter zu den Kelpies, riesige Skulpturen zweier Pferdeköpfe. Dort trafen wir noch ein paar Biker HD und unterhielten uns kurz. Ein junger Biker mit KTM hatte nix dabei außer Lederkombi und Regenanzug. Na das kann eine frische Nummer werden.
Anschließend ging es übers Land nach Maffot. Die Landschaft erinnert irgendwie an den Windows XP Hintergrund 😀 .
Dort das höchste Dorf Schottlands besucht – Wanlockhead – die Straße (B797) dorthin war super zu fahren in einem flotten Kurvenswing.
Die Berge dort sind spitze, wie so Mini Highlands. Im Anschluss noch zwei Pässe gefahren: Mannock Pass und Dalveen Pass (A702). Das war regelrecht befreiend nach dem vielen Regen.
In Maffot haben wir ein Zimmer im Black Bull Inn (G-Maps) gebucht. Der Name passt irgendwie auch zu meiner Q 😎 .
Nach einem guten Essen im Star Hotel, spazierten wir noch über einen historischen Friedhof.
St. Andrew’s Parish Church
Zurückgelegte Strecke: 238km
03.06.16 Tag18
Es stand der letzte große Fahrtag in Schottland an. So wie uns Schottland begrüßte, verabschiedete es uns auch. Gleich ab dem Morgen Regen und nur 10°C. In Schottland muss man beim Wetter wirklich mit allem rechnen und hart im Nehmen sein.
Es ging erst ein Stück A701 entlang und danach ein schöner Single Track am Talla– und Megget Stausee vorbei.
Weiter bis Harwick, dann Richtung Kielder Forest Park.
Leider war dort die Straße mitten durch den Park gesperrt, also umfahren über kleine Straßen via Gilsland zur Rookhope Arch. Bei Kershopefoot überquerten wir die Grenze Schottland/England.
Irgendwo Pause bei neugierigem Rindvieh.
Einsame Straßen.
Regenschauer
Die Q sieht aus wie sau.
In der Nähe von Rookhope Arch gab es auch eine verlassene Mine zu sehen. Laut Informationsschild war diese bis in die 90er Jahre aktiv.
Rookhope Arch – eine alte Bogenbrücke, welche in der Zeit des Bleiabbaus genutzt wurde.
Bis auf eine Stunde hat es an diesem Tag permanent geregnet und gestürmt. Wahrlich kein Genuss.
Untergekommen sind wir im The Derwent Arms, hübsches, kleines Cottageartiges Hotel in Edmundbyers (G-Maps).
In diesem Moment dachten wir, jetzt wird es Zeit, dass es zur Fähre und Richtung Heimat geht: genug Regen die letzten Tage gesehen.
Zurückgelegte Strecke: 263km
04.06.26 Tag 19
An diesem letzten Tag in England rollten wir gemütlich die restlichen Kilometer nach Newcastle. Dort besuchten wir die riesige Statue „Angel of the North„.
Danach zur Tanke, die Q von der gröbsten Schafscheisse und Sand befreien und im Anschluss daran gingen wir noch etwas Essen.
Schlussendlich fuhren wir zum Hafen und checkten ein. DFDS schickte eine SMS, dass viel Andrang erwartet wird und der Check-In ab 13:00Uhr geöffnet war. Tatsächlich war sehr viel los – vermutlich hatten alle den Regen satt – nach 2,5h waren wir an Board, Q verspannt und Kabine bezogen.
Die Princess of Seaways legte pünktlich um17:00Uhr Richtung Amsterdam ab.
Tschüss, Newcastle.
Zurückgelegte Strecke: 58km
05.06.26 Tag 20
Die Überfahrt nach Amsterdam verlief ruhig. Die Kabine war super und wir haben geschlafen. Gemütlich konnten wir am Morgen unseren Bruzzelkaffee an Deck in der Sonne genießen.
Pünktlich um 09:45Uhr kam die DFDS Princess of Seaways in Amsterdam an.
Leider hat das Offboarding und die Passkontrolle lange gedauert. Um 11:00Uhr ging es dann endlich los.
Begleitet von diversen Schauern (Regen war immerhin wärmer als in Schottland
) verlief die Autobahnfahrt – Dank des Brückentages – ohne Störungen.
Nach 6h Fahrtzeit kamen wir gesund und munter Zuhause an.
Zurückgelegte Strecke: 504km
Epilog
Jetzt sind die 3 Wochen schon wieder vorbei – trotz der Regentage im letzten Drittel war es eine tolle Tour mit vielen Erlebnissen und Erfahrungen.
Die nächsten zwei Tage standen im Zeichen der Nachbereitungen: Material waschen und pflegen. Neu hinzugekommen ist auch die Zeltpflege.
Schottland kann wirklich gefallen. Die Tour gegen den Uhrzeigersinn zu fahren hat den Vorteil, dass es sich landschaftlich immer mehr steigert. Gerade im oberen Nordwesten, zwischen Tongue und Isle of Skye, ist die Landschaft mega schön, die Single Tracks machen jede Menge Spaß!
Jeder weiß, dass es in Schottland viel regnen kann und auch kühl ist, darauf muss man sich unbedingt einstellen. Wir wussten es zwar, aber es ist immer etwas anderes, wenn man es wirklich erlebt. Der Regen ist dort anders, durchdringender. Gut ist, wenn es stark windet, denn dann treiben die Wolken davon.
Bezüglich Unterkünfte: entweder man bucht seine Reise komplett durch oder nimmt ein Zelt und Schlafsack mit für die bestmögliche Flexibilität. Im Norden sind Unterkünfte wirklich rar gesät, dafür gibt es überall Campingplätze und für ein Zelt ist immer Platz.
Wir haben am Zelten Spaß gefunden und werden es ab sofort immer mitnehmen und wenn es nicht gerade in Strömen regnet, auch benutzen.
Je nach Routenführung ist es selbst mit der GSA ratsam rechtzeitig zu tanken, es wurde ein paar Mal ganz schön knapp.
Bezüglich Hin-und Rückfahrt per Fähre: Hier würde ich das nächste Mal die Rückfahrt gleich mitbuchen, das ist viel günstiger als spontan die Rückfahrt buchen. Im Notfall kommt die Umbuchungsgebühr zwar drauf, aber wenn alles klappt, ist beim Frühbuchen die Hin- und Rückfahrt günstiger. So war es natürlich teuer: 475.-€ Hinfahrt und Rückfahrt 792.-€.
Die Schotten waren jedenfalls sehr freundlich, wir hatten viele nette Kontakte. Denke, wir waren nicht das letzte Mal in Schottland – schließlich wollen wir die Strecken und Landschaften, die wir im Regen gefahren sind, auch bei besserem Wetter sehen.
Daten & Fakten
Gefahren sind wir mit der Q 5260km, inkl. Fähren haben wir eine Strecke von 6330km zurückgelegt.
Gesamter Track
Track auf OpenStreetMap
Höhenprofil
Reifen
Der Heidenau K60 Scout hat wieder einmal sehr gute Dienste erwiesen. Egal wie die Straßenverhältnisse waren, das Vertrauen in den Reifen war immer gegeben. Aufgrund des rauen Straßenbelags hat insbesondere das Hinterrad – auch aufgrund der hohen Zuladung – auf dieser Distanz doch ziemlich stark gelitten. Am Mittelsteg sind zwar noch 5mm Restprofil aber wie auf dem Bild zu sehen ist, sind die Profilblöcke links und rechts daneben runter gefahren. Das Vorderrad hat ebenfalls noch 5mm Restprofil.
Ausgaben
- Sprit: 641.-€
- Fähren: 1321.-€
- Übernachtungen: 1612.-€
Bei ein paar Unterkünften mussten wir aufgrund des Regens in den sauren Apfel beißen und mehr Geld ausgeben als geplant. Immerhin 6x haben wir das Zelt genutzt. - Verpflegung: 879.-€
- Sonstiges/Souvenirs: 340.-€
- Gesamt: 4793.-€ (ohne Reifen/Inspektion)
Nützliche Links
- Fähren:
- DFDS: https://www.dfds.com/de-de/passagierfaehren
- CalMac (für die kleinen Inseln): https://www.calmac.co.uk/de-de/#/
- UK ETA: https://www.gov.uk/guidance/apply-for-an-electronic-travel-authorisation-eta?
- Karten von Reise Know-How:

















































































































































































































































































































































































































